Jana's Travels

Just my casual traveling

Türkei, die zweite – Istanbul und Kappadokien

Hallolo,

ich bin’s mal wieder, um euch aus meinem zweiten Urlaub in der Türkei zu erzählen. Wenn ich’s mir genau überlege war ich dieses Jahr ziemlich oft im Urlaub, nächstes Jahr gibt es dann an dieser Stelle wahrscheinlich nicht mehr so viel zu erzählen ;-).

Einen großen Teil meiner 12 Tage in der Türkei war ich in Istanbul, bis auf das letzte Wochenende, an dem M. und ich nach Kappadokien fuhren (beziehungsweise zurück flogen). In Istanbul waren wir eigentlich ziemlich faul, beziehungsweise fleißig, denn da ich und M. so viel für die Uni tun mussten verbrachten wir die meisten Tage dann tatsächlich am Schreibtisch (was ich eigentlich auch in Deutschland hätte tun können). Am ersten Wochenende war aber auch meine liebe Freundin A. dabei, weshalb wir das zum Anlass nahmen Istanbul ein bisschen weiter zu erkundigen.

Am Samstag morgen machten wir uns auf den Weg, um den Beşiktas Market zu erkundigen. Dort gab es nicht nur farbig sortierte Wäscheklammern und Unmengen an Obst und Gemüse, sondern auch sonst alles an Kleidung und Essbarem was man brauchen, oder halt auch nicht brauchen kann. Ich nutzte die Gelegenheit um mich mit langer Unterwäsche auszustatten, da das Wochenende in Kappadokien kalt zu werden schien.

Den Samstag Nachmittag verbrachten wir damit eine alte Freundin von A. aus Amerika zu treffen und nach dem Mittagessen in einer Bar Tee zu trinken, Shisha zu rauchen und Backgammon zu spielen… soviel dann zum Thema kulturelle Assimilation :D.

Am Abend brachen wir dann auf nach Taksim, wo wir mit anderen Austauschstudenten weg gingen und in einer seltsamen Shot-Bar farbige Shots mit seltsamen Namen wie “Gangnam Style” probierten… Der Geschmack hat mich nicht überzeugt, aber er war auf jeden Fall giftgrün!

Des weiteren fotografierte A. 10 000 Katzen, von denen hier aber nur 2 abgebildet sind.

Am Sonntag nachmittag machten wir uns dann auf nach Dolmabahce, wo wir so spät dran waren, dass wir es gar nicht mehr vor Schluss schafften alles zu besichtigen, aber zu Atatürks Schlafzimmer schafften wir es trotzdem noch ;-).

In der darauffolgenden Woche passierte dann nicht mehr allzu viel spannendes, außer dass M. mich eines Nachmittags auf einen Überraschungsausflug in die Hamam einlud (und ich dachte tatsächlich wir gehen jetzt zum Piercer und lassen und Ohrlöcher stechen!). Hamam ist das türkische Badehaus, das normalerweise eigentlich nach Geschlechter getrennt ist. In Istanbul gibt es jedoch ein Hamam, in das auch Pärchen (und seltsamerweise dann auch nur Pärchen und Familien) gehen können. Nach dem Umziehen betraten wir den Baderaum, der starke Ähnlichkeiten mit einem Dampfbad hat. Dort setze man sich auf kleine Steinbänke an den Seiten und übergoss sich aus metallenen Pfannen mit heißem Wasser (später dann eher kaltem, weil es so heiß war), das aus Wasserhähnen an der Wand kam. Nach circa einer Stunde kamen dann unsere 2 Masseure, die uns dann eine weitere halbe Stunde mit Peeling, Schaum, Massage und noch mehr heißem Wasser behandelten (zwei Tage später tat mir immer noch der Rücken weh!). So gesäubert wurden wir in 5 verschiedene Tücher gewickelt und durften das Dampfbad verlassen und haben dann im Ruheraum einen Eistee getrunken. So sauber war ich bestimmt schon seit Jahren nicht mehr ;-)…

Hamam

Am Donnerstag Abend ging es dann endlich mit dem Übernachtbus nach Kappadokien. 12h Busfahrt. Yiha! Vor lauter Begeisterung verschliefen wir fast die Haltestelle, aber da es die Endhaltestelle war wurden wir zum Glück geweckt als wir dann in Göreme ankamen. Göreme ist ein relativ kleines Dorf inmitten von Kappadokien, das vor allem von Touristenagenturen und Hunden bewohnt wird. In unserem Hostel – Güven Cave Hotel – bezogen wir ein stilechtes Höhlenzimmer (also das war tatsächlich aus Stein gehauen) und dann dementsprechend keine Fenster hatte. Außerdem waren wir die einzigen Gäste in dem ganzen Hostel und als dann am Samstag zwei Freundinnen von Martin abreisten waren wir tatsächlich nur zu zweit, aber der Angestellte Ömet war trotzdem immer für uns da und kochte Tee und machte Frühstück für uns.

Nach dem Mittagessen machten wir uns dann daran die Umgebung zu erkundigen und wanderten vorbei an vielen Gesteinsstrukturen nach Cavusin. In Cavusin trohnt eine riesige Steinwand, die von Höhlen durchlöchert ist… und das da noch niemand verschüttet wurde grenzt an ein Wunder.

Auf dem Rückweg erkor uns dann ein Hund zu seinen neuen Beschützern und er folgte uns tatsächlich von Cavusin bis nach Göreme, dann noch einmal durch 10 verschiedene Läden (Reiseagentur, Supermarkt,…) bis vor die Haustür, wo ihn dann M. noch mit Landjäger fütterte und diese treue Seele von Hund am liebsten adoptiert hätte. Außerdem buchten wir unsere Tour für den nächsten Tag und die Ballonfahrt für den nächsten Morgen. Hierbei profitierten wir sehr von der Winterzeit, denn die Agentur bot uns einen ziemlich großen Winterdiscount.

Am nächsten Morgen hieß es also um 5 aufstehen, um dann bei Sonnenaufgang schon im Ballon zu stehen. Nach dem obligatorischen Çay ging es dann zusammen mit 16 anderen im Minivan zum Ballon. Dort beobachteten wir zunächst wie der Ballon aufgeblasen wurde und um uns herum schon über all Heißluftballons stiegen (wir starteten als eine der letzten). Kurz darauf ging es dann auch für uns los, nachdem wir nochmal kollektiv die Landeposition geübt hatten. Dann fuhren (Ballon fahren, nicht fliegen) wir circa 1,5 Stunden über die Landschaft, bei strahlendem Sonnenschein, Minusgraden und gefrorenen Zehen ;-).

Fasziniert war auch zu beobachten, wie die Ballonfahrer über Walkie Talkies im Kontakt mit den anderen Ballons stehen und auch schonmal ein wenig waghalsige Manöver fliegen. Unter uns beobachteten wir die ganzen Begleitfahrzeuge, die ihre Ballons verfolgten, um dann möglichst gleichweit mit diesen am Landeplatz zu sein. Die meisten Ballons landeten sogar direkt auf dem Anhänger! Nach erfolgreicher Landung gab es eine Urkunde und mit Champagner wurde auf die erfolgreiche Ballonfahrt angestoßen.

Zurück im Hostel gab es dann erstmal Frühstück, bevor es schon wenig später weiter ging zur “Green Tour”. Wir hatten uns entschlossen eine Tour zu machen, da es ansonsten mit öffentlichen Verkehrsmitteln keine Möglichkeit gegeben hätte die Underground City zu besuchen. Mit der Gruppe und unserem Führer machten wir uns im Minivan auf den Weg zur Underground City. In zwei verschiedenen Zeitstufen wurde dort eine Stadt unter der Erde in 7 verschiedenen Stockwerken angelegt, mit Viehhaltung, Kirche und allem was dazu gehört. Die zweite Erweiterung der Stadt fand statt, weil die damals verfolgten Christen Zuflucht in den Höhlen suchten. Alles auf jeden Fall ziemlich beengt, dunkel und feucht. Die Bilder dort sind, wie das in Höhlen so ist, leider sehr dunkel, deswegen gibt es hier im Blog keine.

Danach ging es weiter ins Ihlara Valley, wo wir nach einem kurzen Spaziergang zu einer ehemaligen christlichen Kirche in einer Höhle (die Augen wurden vor langer Zeit ausgekratzt, weil im Islam keine Abbildungen von Menschen geschaffen wurden durften) dann auch Mittag aßen. Im Anschluss fuhren wir weiter zu einer Formation, die uns unser Führer als Drehort für Tatooine (Wüstenplanet; Starwars) verkaufen wollte, aber später stellte sich heraus, dass das gar nicht dort gedreht worden ist ;-). Vor der Heimreise besuchten wir noch einen Souvenirshop, wo wir hauptsächlich alles probierten, aber nichts kauften :D.

Am dritten Tag wanderten M. und ich einmal durch das Love Valley. Warum das so heißt? Schaut euch die Bilder an :D

Auf dem Rückweg waren wir dann zu faul zu laufen, beziehungsweise zu faul uns den Busfahrplan anzuschauen, aber unser Trampversuch war ein voller Erfolg und schon wenig später waren wir zurück in Göreme. Den letzten Nachmittag, bevor dann abends der Flieger zurück nach Istanbul ging, verbrachten wir im Open Air Museum von Göreme. Dort gab es vor allem viele Gelsenkirchen, aber das spannendste war wahrscheinlich der chinesische Schulausflug. Mindestens 300 Schüler (erkennbar an den schwarzen Schuluniformen) aus China stürmten das Museum und verbrachten die Zeit vor allem damit Bilder zu machen.

Wie immer haben wir natürlich auch gegessen! Unter anderem Kumpir (abgeleitet übrigens vom Schwäbischen Krumbeere (von den Donauschwaben)), eine gigantische Kartoffel, die zunächst im Ofen gebacken wird und dann aufgeschnitten wird. Dann wird das Innere mit Käse und Butter vermanscht und getippt wird alles durch eine Mixtur aus verschiedenen Gemüsen und Saucen.

In Göreme aßen wir auch das typische “Pottery Kebab”, eine Art Eintopf aus Fleisch und/oder Gemüse, der in einem Tontopf gebacken wird und dann bei Tisch wird der obere Teil der Tontopfes abgeschlagen. Generell gibt es (insbesondere in Göreme) zu fast jeder Mahlzeit immer Brot und manchmal auch etwas Käse oder Oliven dazu, beziehungsweise manchmal auch als Vorspeise.

Das wars aus der Türkei. Der nächste Beitrag dauert wahrscheinlich eine Weile.

Bis bald!

Istanbul Istanbul!

Hallolo!

Wie ihr wahrscheinlich wisst, ist M. (das ist doch Blogger-style, oder?) gerade mit dem Erasmus-Programm an der Bogazici-University in Istanbul. Und da mein Semester erst viel später anfängt, entschloss ich mich noch vor meinem Semesterstart 10 Tage nach Istanbul zu fliegen.

Das war auch tatsächlich noch eine Verlängerung des Sommers, weil zumindest in der ersten Woche war das Wetter sehr schön und sommerlich. Kurz bevor ich gegangen bin, war es dann aber doch ganz schön kalt und noch viel kälter, weil die Heizung noch aus war.

M. wohnt 5 Gehminuten neben der Uni in einer WG mit 3 Türken in einer ziemlich großen Wohnung (mit großer Küche), nur leider ist der Weg zur Uni ultrasteil und insbesondere wenn man zu spät ist, ziemlich ärgerlich ;-).

Die Universität besteht aus 2 verschiedenen Campen (Plural von Campus?), die aber sehr nah beieinander ist. Obwohl es eine englischsprachigen Universität ist, ist das Englischniveau, insbesondere bei Studierenden und Bediensteten oftmals nicht ausreichend. Der Campus ist aber wirklich sehr schön mit alten. ehrwürdigen Gebäuden und in der Mitte ist eine riesige Wiese, auf die man sich im Sommer legen kann um sich von den unzähligen Campus-Katzen belästigen zu lassen.

Katzen. Sie sind einfach überall und klettern selbst in der Mensa auf den Tischen rum und auch sonst auf allem, was nicht gerade wegrennt. Dabei sind es aber keine verwahrlosten Straßenkatzen, sondern alles sehr gepflegte und anhängliche Tiere. Hunde gibt es auch, aber die sind nicht so auffällig.

In der Mensa kann man übrigens für sagenhafte Lira 1,5o sensationell essen. Das sind umgerechnet ca. 60 Cent und dafür gibt es einen gemischten Salat, ein Kohlenhydratbeilage (Bulgur, Reis, Nudeln, Börek), ein Hauptgericht (z.B. Linseneintopf, Hühnchen mit Gemüse) und eine Suppe. Man kann auch immer noch Brot oder Nachtisch nehmen und ich find es schmeckt wirklich ziemlich gut! Leider habe ich davon nie ein Foto gemacht.

Leider ist das Transportsystem noch verbesserungswürdig und von der Uni in die Innenstadt kann man, je nach Verkehrslage, schonmal 2 Stunden brauchen. An einem Nachmittag sind wir beispielsweise nach Kadiköy gefahren. Das ist auf der asiatischen Seite und wir sind mit der Fähre dort hingefahren, um dann an der Promenade entlang zu schlendern und türkischen Tee zu trinken (und einen sensationellen Kartoffelwrap bei einer Straßenverkäuferin zu essen!) Von dort hat man auch einen schönen Blick auf den “Maiden’s Tower”, wo die türkische Rapunzel laut der Legende mal gelebt hat und man kann einfach wunderschön in der Sonne sitzen und Schiffen zuschauen oder lesen und nebenher Sonnenblumenkerne knabbern. Dort haben wir auch einen Granatapfelbaum gefunden und 10 Bankautomaten in einer Reihe!

Einen “Touristentag” gab es natürlich auch und wir waren zuerst in der Hagia Sophia, die einzige (?) Kirche, die sowohl Kirche als auch Moschee war und mittlerweile aber nur ein Museum ist. Schon seltsam das Jesuskind an der Wand neben arabischen Schriftzeichen zu sehen. Den Topkapi-Palast und die blaue Moschee haben wir dann aber nur von außen besichtigt, weil der Studentenrabatt nur für türkische Studenten gilt, und das sonst etwas preisintensiv geworden wäre :-).

Später sind wir dann aber noch zum großen Basar gegangen, wo gar nicht so viel los war, aber trotzdem war ich sehr beeindruckt und nach ca. 5 Minuten hatten wir uns hoffnungslos verlaufen :D. Dort hab ich einen Schal erstanden (der leider aber nach wenigen Wochen jetzt schon zerfleddert) und ich wollte noch eine Türkenhose kaufen, aber M. meinte, der Verkäufer würde mich nur abzocken. An diesem Tag hab ich auch meinen einzigen Falafel gegessen! Meine Erwartung war eigentlich an jedem Straßenimbiss Falafel zu finden und ich wurde schwer enttäuscht, denn ich habe nur einen einzigen Imbiss gesehen, der Falafel verkauft hat, der dann aber auch wirklich sehr lecker war.

An einem Abend sind wir außerdem noch auf eine Erasmus-Studenten-Bootparty gegangen. Man musste einige Euro Eintritt zahlen und dann wurde man 4 Stunden auf dem Bosporus rumgefahren, während Musik kam. Da ich 43er aus Deutschland mitgebracht hatte und wir den noch mit Milch mischten, war das der Hit des Abends, den auch insbesondere die Amerikaner noch gar nicht kannten :D. Und jemand hat unsere Wasserflasche geklaut! Alles in allem war das ziemlich cool und dank Seasicknesspills war auch das Boot kein Problem für uns und wir sind danach noch mit anderem zum Taksim-Platz gegangen, der eigentlich nicht wirklich ein Protest-Platz ist, sondern auch Einkaufs- und Partyzentrum von Istanbul ist. Und den nächsten Tag haben wir dann tatsächlich komplett verschlafen! Das ist mir schon lang nicht mehr passiert!

Naja.. sonst ist dann nicht mehr so viel passiert und wir haben uns auch einige Dinge noch für den zweiten Besuch aufgehoben (z.B.den Besuch des türkischen Badehauses) und es ist dann auch wirklich sehr kalt geworden. Den letzten verregneten und kalten Nachmittag haben wir dann auch noch in einem Einkaufszentrum totgeschlagen und ganz viel gegessen und am letzten Abend sind wir noch losgezogen um Baklava und andere Souvenirs zu kaufen. Das Baklava hab ich dann doch nicht gekauft, da die Verpackung so schlecht war :-).

Naja, in wenigen Wochen, dann schon Teil 2 aus Istanbul und Cappadocia! Bis bald!

 

Hamburg

Hallolo!
Da ich dieses Jahr schon weit genug weg war, fiel der Sommerurlaub dieses Jahr etwas bescheidener aus und wir fuhren einige Tage nach Hamburg, wo wir auch beide noch nie gewesen sind.

Hamburg hat mir auch wirklich gut gefallen und ist eine sehr große und lebhafte Stadt. Leider war das Wetter meist ziemlich regnerisch oder zumindest nieselnd. Die wichtigsten Dinge haben wir natürlich trotzdem gesehen!

Gewohnt haben wir in einer WG, die wir über Airbnb gefunden hatten und es war auch wirklich sehr nett.

Den ersten Tag haben wir dann damit verbracht durch die Innenstadt zu streifen und haben uns dann später noch mit Alice und Benni getroffen und waren in Rach’s Restaurant (slowman) essen. Das Restaurant macht seinem Namen alle Ehre und es hat wirklich eeewig gedauert, war dann aber auch sehr lecker. Beim Bummeln durften wir außerdem die sehr hässliche neue Elbphilharmonie bestaunen und einem Konzert des Polizeiorchesters lauschen, die sämtliche Titelmelodien alles Polizeiserien im Fernsehen gespielt haben (Tatort, etc.)

 

 

Abends gings dann in den Park zu Planten und Blomen, einem Wasserlichtkonzert, das jeden Abend stattfindet. Dabei wird klassische Musik gespielt und die Wasserfontänen und Beleuchtungen passen sich an die Musik an und es war wirklich sehr schön.

 

 

Ansonsten gabs auch jede Menge zu entdecken und am nächsten Morgen war erstmal ein Hafenspaziergang mit Hafenrundfahrt dran. Der Fischmarkt hatte leider nicht offen und am nächsten Tag waren wir dann auch zu spät, weil der leider nur Sonntag morgens von 5 bis halb 10 geöffnet hat. Der Hafen, insbesondere den Containerhafen, fand ich schon beeindruckend.

 

 

Gleich im Anschluss haben wir dann noch zu Fuß den Elbtunnel durchquert. Die Vorstellung, dass durch diesen Minitunnel, der noch nicht mal ne Einfahrt, sonder nur Autoaufzüge hat, mal Autos gefahren sind, find ich fast beängstigend … Auf der anderen Seite hat es dann aber so geregnet, dass wir direkt wieder zurück sind :-).

 

 

Am Abend waren wir dann zuerst beim Alstervergnügen, einfach ein Volksfest rund um die Binnenalster mit verschiedenen Ständen, meistens zum Essen oder Trinken. Angenehm überrascht waren wir von den Getränkepreisen (Feigling für 1 Euro!). Später gab es dann über der Binnenalster noch ein rießiges Feuerwerk, von dem jeder wusste außer uns, weshalb wir dann etwas ungünstig unter einem Baum standen, aber es war trotzdem ein längeres Feuerwerk, als ich an Sylvester gesehen habe. Danach fuhren wir noch weiter mit der U-Bahn zur Reeperbahn und liefen dann die Reeperbahn einige Male auf und ab. Dabei haben wir sogar Olivia Jones gesehen und zum Abschluss mussten wir natürlich auch noch die Läden inspizieren :D.

 

 

Am nächsten Tag waren wir dann noch, nachdem wir zuerst mehr oder weniger ziellos in der Gegend rumgelaufen sind (und den Wahlomaten befragt hatten) in der Miniaturwelt. Dort war es leider supervoll, aber es war auch riesig und ganze Städte waren hier im Originalmaßstab nachgebaut und sogar ein voll funktionsfähiger Flughafen mit landenden und startenden Flugzeugen (und Beladen, Autos, Busse,…) war hier nachgebaut.

 

 

Am letzten Tag hatten wir eigentlich noch überlegt gehabt an die Nordsee zu fahren, aber da es dann eigentlich den ganzen Tag geregnet hat, haben wir das gestrichen und sind stattdessen in die Therme gefahren :-).

Next stop: Istanbul, Turkey.

 

Hualien und Taroko-Schlucht

Hallolo hier ein vorerst letztes Mal!

Leicht verspätet hier noch mein vorerst letzter Blogeintrag, den ich aber auf keinen Fall weglassen konnte, da der Taroko-Nationalpark so ungefähr die größte Sehenswürdigkeit ist, die Taiwan zu bieten hat. Das konnte ich mir natürlich auf keinen Fall entgehen lassen und bin dann noch in meinen letzten 3 Tage nach Hualien gefahren, die nächste Stadt neben Taroko, um mir noch den Nationalpark anzusehen.

Hualien ist außerdem an der Ostküste Taiwans, wo ich bin dahin auch noch nicht war. Da die Ostküste allgemein ein wenig rauer und unbebauter ist wurde mit empfohlen nicht den Bus zu nehmen, sondern mit dem Zug zu fahren, was wir dann auch gemacht haben.

In Hualien sind wir dann in einem superschnuckeligen Hostel untergekommen und sind dann am nächsten Tag natürlich gleich nach Taroko.

Erdbebenbedingt war dort eine Straße verschüttet, die man nur einmal alle 2 Stunden durchfahren, bzw. durchlaufen konnte, aber mit unserem Charme haben wir es sogar geschafft im Betonmischer durch die Baustelle zu trampen. Es gibt für alles ein erstes Mal :-).

Außerdem sind wir an einem seltsamen Trail entlang gelaufen, bei dem es immer mal wieder durch eeeewig lange Tunnel ging, was ohne Taschenlampe noch viel länger gedauert hat. Alles in allem aber ziemlich cool und ich glaub die Bilder überzeugen auch von alleine.

Am 2. Tag in Hualien sind wir dann auch noch Delphin Watching gegangen, zusammen auf einem Ausflugsboot mit 50 Mainland China Tourists, naja, wir haben dann, als “Ausländer”, die besten Plätze bekommen, also gar nicht so schlecht und jede Menge Delfine gabs auch, auch wenn mir auf dem Rückweg ein wenig schlecht geworden ist.

Und wir natürlich überall in Asien gabs natürlich auch viel Essen, unter anderem die besten Dumplings, die ich jeh gegessen hatte, für 5 NTD das Stück (also circa, äh, 12 Cent?) und Caramel Icecream, Bamboo Rice und den kleinsten Nachtmark von Taiwan in Hualien haben wir dann auch noch besichtigt :D.

Bye bye Taiwan

Hallolo!
mittlerweile bin ich zwar schon wieder gut in Deutschland gelandet (und sogar das Wetter ist schön!!) aber der Vollständigkeit halber hier noch einige Nachträge.

Taiwan ist wirklich ein wunderschönes Land und was Taiwan so einzigartig macht sind, meiner Meinung nach, die Menschen, die dort wohnen, die einfach die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen sind, die ich bislang getroffen habe (ganz im Gegensatz zu den Festlandchinesen!). Deswegen bin ich jetzt wirklich ein wenig traurig Taiwan verlassen zu haben, aber ich würde gerne nochmal zurückkommen und dann im Idealfall mein Chinesisch verbessern!!

Der Flug nach Hause war ok, bis auf einen unplanmäßig längeren Aufenthalt in Peking, aber ich bin trotzdem pünktlich gelandet :-). Außerdem sitzt am Immigration-Schalter in Peking für “International Transfers” eiskalt ein Beamter, der kein Englisch kann. Das schafft auch nur China!! In Frankfurt habe ich dann noch einer chinesischen Reisegruppe (3 Personen) geholfen, die jetzt irgendwie Urlaub in Deutschland machen wollen, aber kein Englisch oder Deutsch können….das klingt für mich nach einem sehr gefährlichen Unternehmen :-).

Bevor ich gegangen bin, hatte ich dann außerdem noch eine offizielle Abschiedsparty und natürlich noch diverse Abschiedskuchen und am letzten Abend haben wir dann noch Pizza bestellt (leider nur von Pizza Hut!). Und hier gabs dann sogar einen Willkommenskuchen #toomuchcakeinmylife.

Das könnte jetzt das vorläufige Ende sein, aber die nächsten Tage kommt dann noch ein Bericht aus Hualien und Taroko!

 

 

 

 

My Taiwan

Taichung – 台中

Hallolo!

In 10 Tagen bin ich bereits wieder auf deutschem Boden und ich hoffe doch stark, dass es bis dahin auch in Deutschland Sommer wird!

Vorher will ich aber auf jeden Fall noch nach Hualien und in den Taroko Nationalpark und meine Abschiedsparty nächsten Sonntag steht auch noch an.

Letztes Wochenende habe ich eine Ausflug nach Taichung gemacht. Taichung ist zwar die drittgrößte Stadt Taiwans und ist von der Einwohnerzahl durchaus mit Berlin zu vergleichen, aber ansonsten doch eine eher unspektakuläre Stadt und mein Taiwan-Reiseführer hat Taichung gerade mal 2 Seiten gewidmet, in denen im Wesentlichen empfohlen wurde nicht nach Taichung zu gehen :-).

Ich bin trotzdem hingegangen, aber im Wesentlichen auch nur, weil ich einen Freund in Taipei hatte, der übers Wochenende nach Hause (nach Taichung) gefahren ist und mich eingeladen hat. Am Samstag Morgen wollte ich eigentlich früh mit dem Bus fahren, aber leider waren dann alle Busse ausgebucht und ich durfte erstmal 2 Stunden auf den nächsten freien Bus warten und dann im Anschluss nochmal 3 Stunden nach Taichung fahren, auch wenn die Strecke eigentlich nur 2 Stunden gedauert hätte. Etwas verspätet bin ich dann nachmittags angekommen, wo es dann erstmal ein verspätetes Mittagessen gab.

Später haben wir uns dann mit einem anderen Freund getroffen (der übrigens deutsch lernt) getroffen und sind in das Naturschutzgebiet etwas außerhalb von Taichung gefahren, wo ich mit meiner blöden Point-and-Shoot-Camera schon negativ aufgefallen bin, da ich keine Spiegelreflexkamera mit Stativ hatte :-). War aber auf jeden Fall ziemlich schön und wir haben die Schuhe ausgezogen und sind in einer Art Wattenmeer (?) herumgelaufen, bis es dann irgendwann dunkel geworden ist.

Dann sind wir zurück in die Stadt gefahren, haben noch eine Freundin von mir abgeholt (die ich übrigens im Tempel kennen gelernt hatte) und sind dann Abendessen gegangen und dann später nach Hause, wo ich dann den Rest der Family kennengelernt habe, die alle sehr nett sind und auch ziemlich gut Englisch sprechen. (Shame on me! alles ohne Bilder!)

Dann ist es abends doch ein wenig später geworden, aber am nächsten Morgen mussten wir dann schon wieder um 6:30 aufstehen, weil die Mutter unbedingt mit uns Wandern gehen wollte. Leider ist dann unterwegs auch noch ein Reifen geplatzt (das ist mir so auch noch nicht passiert!) aber glücklicherweise sind wir dann genau 200m vor der nächsten Autowerkstatt zum Stehen gekommen und mit Hilfe eines Securityguides und dem Mechaniker in der Werkstatt, war der Reifen dann auch innerhalb von 30 Minuten gewechselt und der Mechaniker wollte noch nicht mal Geld dafür.

Dann war ich erstmal geschockt von der Menschenmasse, die sich dort in den Bergen anstellte, um über eine riesige Hängebrücke zu gehen, aber nachdem wir dann über die Brücke gegangen sind, hat sich die Menge auch schnell verstreut und wir sind den restlichen Vormittag zwischen Tee- und Ananasfeldern umhergelaufen und haben dann zum Abschied auch noch an der Straße frische Ananas gegessen.

Nach dem Mittagessen wollte ich eigentlich superschnell nach Taipei zurückfahren, da ich eigentlich an einem Sportturnier (capture the flag) teilnehmen wollte und habe mich deswegen entschieden den High-Speed-Train zu nehmen, der nur 30 Minuten braucht, dafür aber auch dreimal so teuer ist wie der Bus. Aber daheim angekommen, war ich dann sooo müde, dass ich erstmal 3 Stunden schlafen musste, und es dann sowieso nicht zum Turnier geschafft habe…. dann hätte ich auch im Bus schlafen können :-).

 

 

Daytrip to the Countryside and Keelung

Letzten Samstag haben wir einen Ausflug zur historischen Eisenbahnstrecke im Norden Taiwans gemacht. Die Eisenbahnstrecke ist in dieser Hinsicht berühmt, da die bequem von Taipei zu erreichen ist und auf einer Strecke von circa 45 Minuten kann man an verschiedenen Stellen aussteigen und kleine Dörfer anschauen.

Unser erster Stop war dann Houtong. Houtong ist vor allem für seine unglaublich vielen Katzen bekannt, die einfach überall rumlaufen und die Leute kommen gerne um Bilder zu machen und die Katzen mit Tunfisch zu füttern. Leider bin ich irgendwann innerhalb der letzten Jahre wohl tatsächlich allergisch auf Katzen geworden, weshalb es mir dann nach 20 Minuten dort nicht mehr ganz so gut ging und wir dann deswegen auch schnell wieder gegangen sind… (Keine Besuche mehr bei Fidel Castro!)

Unser nächster Stop war dann Pingxi, wo einmal jährlich das Laternenfest st)attfindet, aber auch außerhalb des Festivals kommen viele Leute hierhin, um Laternen zu bemalen mit ihren Wünschen und dann später steigen zu lassen. Die Farbe der Laterne zeigt übrigens an, für welchen Bereich man seinen Wunsch äußert (z.B. Liebe, Gesundheit, Karriere, Geld,…). Dort haben wir dann auch sehr leckere Dumplings gegessen.

Als letztes sind wir dann noch nach Shifen gegangen, wo man nach einem kurzen Spaziergang durch die Landschaft einen Wasserfall bestaunen kann. Shifen (十分) heißt übrigens (im Vergleich mit Jiufen) 10 Portionen. Anscheinend, weil man in dem Wasserfall insgesamt 10 Wasserfälle entdecken kann, wofür mir aber irgendwie die Kreativität gefehlt hat.

Am Abend sind wir dann noch auf den Nightmarket nach Keelung (sprich Jilong) gegangen. Keelung ist die nördlichste Stadt Taiwans und für den vielen Regen und den Nightmarket bekannt. Außerdem gab es dort noch einen sehr schönen Hafen. Obwohl ich jetzt doch schon lange in Asien war, bin ich doch manchmal immer noch sehr überrascht, zum Beispiel von einem Hund mit rosa gefärbten Ohren! Das Spiel mit den Schildkröten fand ich übrigens ganz furchtbar! Man bekommt ein kleines Netz und hat eine gewisse Zeitspanne und dann gibt es verschiedene Becken mit kleinen Fischen, Krebsen und Schildkröten und dann darf man hinterher alles, was man gefangen hat in der Zwischenzeit mit nach Hause nehmen (wo sie dann eh nach einigen Tagen alle sterben). Insbesondere kleine Kinder (vllt. 6 Jahre) spielen das sehr oft und ich finds ziemlich grausam und insbesondere bei den Schildkröten frag ich mich dann schon, wo die eigentlich herkommen….

Finally: The Perfect Picture of Taipei Skyline!

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Farewell

Diese Woche verlassen gleich mehrere von meinen besten Freunden hier Taipei und das auch noch völlig unabhängig voneinander :-(. Einer der Nachteile beim Reisen ist, dass man oft Freunde verabschieden muss, dafür aber auch schnell neue Freunde findet. Aber das gehört wohl dazu und Freunde auf der ganzen Welt zu haben, ist wohl auch nicht zu verachten.

Goodbye Sogee from Mongolia, Gaiya from Beijing and Nat from the US!